Die meisten gebräuchlichen Edelmetalle, wie Gold, Silber und reines Platin , sind bei Raumtemperatur nicht magnetisch (sie werden von gewöhnlichen Magneten nicht angezogen). Dies ist eine ihrer wichtigsten physikalischen Eigenschaften.
Unter bestimmten Bedingungen können jedoch bestimmte Edelmetalle oder deren Legierungen magnetische Eigenschaften aufweisen, wie nachfolgend detailliert beschrieben:
| Magnetischer Typ | Beschreibung | Typische Edelmetallbeispiele | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Ferromagnetismus | Stark von Magneten angezogen | (Keine reinen Metalle) | Praktisch keine reinen Edelmetalle sind ferromagnetisch. |
| Paramagnetismus | Schwach angezogen in starken Magnetfeldern | Platin (Pt), Palladium (Pd) | Dies ist der häufigste magnetische Zustand, aber die Kraft ist extrem schwach und im Alltag nicht wahrnehmbar. |
| Diamagnetismus | Schwach abgestoßen in Magnetfeldern | Gold (Au), Silber (Ag) | Die magnetischen Eigenschaften sind extrem schwach und mit handelsüblichen Magneten daher nicht messbar. |
Obwohl reine Edelmetalle nicht ferromagnetisch sind, können in der Praxis unter folgenden Umständen „magnetische Eigenschaften“ beobachtet werden:
1. Legierungszusammensetzung: Dies ist die häufigste Ursache. Zum Beispiel:
Weißgold : Um eine weiße Farbe zu erzielen , wird häufig Nickel (Ni) oder Mangan (Mn) hinzugefügt. Da Nickel ein ferromagnetisches Metall ist, kann Weißgoldschmuck, der Nickel enthält, von Magneten angezogen werden.
Andere Legierungen: Bestimmte Legierungen aus Platin, Palladium oder Silber können auch magnetische Metalle wie Eisen, Kobalt oder Nickel enthalten, um die Härte oder die Farbe zu verändern.
2. Verunreinigung: Spuren ferromagnetischer Verunreinigungen können Edelmetallprodukte während des Abbaus oder des Recyclingprozesses verunreinigen.
3. Starke Magnetfelder: Nur paramagnetische Edelmetalle (wie Platin) zeigen unter extrem starken Magnetfeldern im Labor eine messbare, schwache Anziehung.
Einfacher Test: Verwenden Sie einen handelsüblichen Magneten (z. B. einen Kühlschrankmagneten). Wird ein Edelmetallgegenstand (z. B. Schmuck oder Goldbarren) deutlich angezogen, enthält er mit hoher Wahrscheinlichkeit ferromagnetische Metalle (z. B. Nickel, Eisen, Kobalt). Dies deutet darauf hin, dass es sich wahrscheinlich nicht um reines Gold/Platin handelt, sondern um eine Legierung.
- Untersuchung des Wesens: Wenn Sie sich nach den magnetischen Eigenschaften von Edelmetallen in ihrem reinen elementaren Zustand erkundigen, lautet die Antwort: Keines weist bei Raumtemperatur Ferromagnetismus auf und haftet nicht an Magneten.