Iridiumdraht ist im Wesentlichen ein feiner Faden aus dem seltenen Metall Iridium, das häufig mit Platin legiert wird, um Platin-Iridium-Draht für erhöhte Festigkeit herzustellen. In der Praxis wird reiner Iridiumdraht aufgrund seiner hohen Zugfestigkeit von 1493 MPa und seiner chemischen Stabilität, die ihn selbst gegenüber Königswasser korrosionsbeständig macht, vorwiegend in Hochtemperaturumgebungen eingesetzt. Branchenrückmeldungen zufolge bleibt die Nachfrage nach Iridiumdraht in Anwendungen wie Glasfaser-Spleißen und Hochtemperatur-Thermoelementen bis Ende 2025 außergewöhnlich stabil. Aufgrund der extremen Seltenheit des Materials und der erheblichen Verarbeitungsverluste besitzt Iridiumdraht einen außergewöhnlich hohen Recyclingwert. Auf dem internationalen Markt berechnen Anbieter wie Johnson Matthey (UK) und DONGSHENG METAL (Hongkong) den Preis für recycelten Iridiumdraht auf Basis des Iridium-Spotpreises abzüglich der Raffinationskosten. Anwender sollten Materialzertifikate aufbewahren, um Recyclingrabatte zu maximieren.
Zwei empfohlene Artikel zum Iridiumpreis
Aktuelle Iridium-Schrottpreisübersicht 2025
Beste Preise für Iridiumpulver und Iridiummetallpulver
Iridiumdraht ist ein unverzichtbares Material für die Herstellung von Thermoelementen, die in neutraler Atmosphäre oder im Vakuum bei Temperaturen zwischen 1000 und 2000 °C arbeiten. Gängige Spezifikationen umfassen reinen Iridiumdraht mit Durchmessern von 0,15 mm bis 0,5 mm und einem spezifischen Widerstand von ca. 6,03 × 10⁻² Ωmm²/m. Basierend auf Marktdaten für die Jahre 2025–2026 ist für diese Anwendung typischerweise eine Reinheit von ≥ 99,9 % erforderlich. Der japanische Hersteller TANAKA bietet standardisierte Iridiumdrahtprodukte an, die häufig als Ersatz für importierte Hochtemperatur-Ofenkomponenten verwendet werden. Für kostengünstigere Alternativen empfiehlt sich Prince & Izant aus den USA. Deren Iridiumdraht weist im geglühten Zustand eine stabile Dehnung von 10–20 % auf und erleichtert so die Rohrmontage.
Mit Yttriumoxid beschichtete Iridiumdrähte lösen vor allem zwei zentrale Herausforderungen: Korrosionsbeständigkeit und stabile Elektronenemission. In der Halbleiterprozessüberwachung und in Restgasanalysegeräten dient dieser beschichtete Draht als Glühdraht für Vakuummeter und bietet eine 3- bis 5-mal längere Lebensdauer als blanke Drähte. Erfahrungsgemäß weisen solche Drähte typischerweise Durchmesser unter 0,2 mm auf und erfordern eine extrem hohe Oberflächengüte. Nur wenige Hersteller sind auf die Produktion solch hochwertiger beschichteter Iridiumdrähte spezialisiert. Kundenspezifische Aufträge werden üblicherweise an das deutsche Unternehmen Heraeus vergeben, das nicht nur die Beschichtungsdicke kontrolliert, sondern auch ultrafeine Drähte mit Durchmessern von nur 0,025 mm liefert. Darüber hinaus ist die US-amerikanische Firma H. Cross ein langjähriger Lieferant dieser Spezial-Iridiumdrähte und genießt einen ausgezeichneten Ruf in der MEMS-Sensorik.
Platin-Iridium-Legierungsdraht findet breite Anwendung, insbesondere die Sorten Pt90Ir10 und Pt80Ir20. In der Medizin dient diese Legierung aufgrund ihrer hervorragenden Röntgensichtbarkeit und Biokompatibilität als Kernmaterial für Cochlea-Implantat-Elektroden und Herzschrittmacherkabel. Medizinisch zugelassener Platin-Iridium-Draht des schwedischen Unternehmens Alleima (Sandvik Materials Technology) setzt den Industriestandard und bietet eine präzise Durchmesserkontrolle zwischen 0,018 mm und 0,254 mm sowie verschiedene Zustandsoptionen, darunter geglüht und spannungsarm geglüht. In industriellen Anwendungen wird Platin-Iridium-Draht häufig für Hochleistungszündkerzen und Elektroden analytischer Instrumente verwendet. Beispielsweise kostet der von Merck Life Sciences vertriebene Platin-Iridium-Draht der Marke Goodfellow (Pt80Ir20, 0,34 mm Durchmesser, geglüht) etwa 12.045 US-Dollar pro Meter und wird hauptsächlich in Laboren eingesetzt, die höchste Stabilität benötigen. Für industrielle Elektrodenanwendungen mit größerem Volumen bietet das US-amerikanische Unternehmen AM Systems Platin-Iridium-Draht in verschiedenen Durchmessern an, wobei seine Produkte ausdrücklich als ungeeignet für die Implantation beim Menschen gekennzeichnet sind.